Mai 15

Noch 101 Tage – Trainingsreihen machen Spass :-)

Vor den Kühen auf der Wiese hat Vinnie ordentlich Respekt

Ljosfari

Heute stand für Ljosfari die Übungsreihe “ Ecken ausreiten“ auf dem Program.

Die Trainingsidee „Ecken ausreiten“: 

  • Vor der kurzen Seite anhalten,
  • konzentriert durch die erste Ecke
  • in der nächst schnelleren Gangart durch die zweite Ecke
  • Mitte der nächsten langen Seite wieder durchparieren zum Schritt
  • und dann das Ganze von vorn 🙂

Bei Ljosfari ist es immer extrem wichtig, das man seinen Blick immer  genau dorthin wendet, wo man hinreiten möchten. Er reagiert, da sehr fein und ist sehr schnell irritiert, wenn man nicht fokussiert reitet. Auf der rechten Hand war er deutlich besser als links.

Bei dieser Übungsreihe merke ich leider sehr deutlich, das die Parade vom Schritt zum Halt nicht schön sind. Er hebt sich sehr oft raus und drückt den Rücken weg. Ich muss da mehr auf meine Hand aufpassen, ich glaube sie bleibt nicht locker genug und drückt gerade, wenn er meckert zuviel. Auf der linken Hand merke ich sehr deutlich, daß das Pony mich schief hinsetzt und ich mich aktiv immer wieder gerade setzen muss. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase reite ich halbe Bahn und nehme so natürlich die doppelte Menge Ecken mit und kann ausserdem schneller die Hand wechseln.  Macht er sich links zu fest, geht es halt rechts rum weiter bis er sich wieder gelöst hat, dann probiere ich erneut die schlechte Seite, um das gute Gefühl mit rüber zu nehmen.

Außerdem habe ich mehr Variabilität in der Übung. Ich kann vor jeder Ecke anhalten und/oder nach jeder Ecke antraben. Ich habe erst auf seiner guten Seite getrabt um ihn ein bisschen zu lösen und erstaunlicherweise gingen die Trab-Schritt-Paraden besser als die Schritt-Halt-Paraden. Auch hatte ich das Gefühl, das er sich bei der halben Bahn besser löste, als sonst bei unserer Zirkelarbeit, (vielleicht hatte ich aber auch einfach im Schritt besser vorgearbeitet – das muss ich noch mal genauer beobachten).

Da er ziemlich locker war, habe  ich dann begonnen auf der linken Seite zu tölten. Im Moment hat er nur ein sehr langsames Tölttempo (nah am Walk), das er losgelassen und mit lockerem Rücken gehen kann. Je nach Gemütszustand ist dieses Tempo einfach oder gar nicht herstellbar. So habe ich, nachdem wir den Takt gefunden hatten, ihn weitertölten lassen und habe ihn nicht immer wieder zum Schritt zurückgenommen. Das Treiben mit dem inneren Schenkel in den Ecken hilft sehr, sein inneres Bein, wie auch seine Bauchmuskeln zu aktivieren. Die Haltung wurde immer besser und ließ sich auch auf der ganzen Bahn, wo er sonst gerne mal ins Rennen kommt durchhalten. Da er mir einen sehr feinen Zügelkontakt angeboten hatte, habe ich dann auch ein dpaar Übergänge zum Schritt versucht, die sich auch alle sehr harmonisch anfühlten.

Das Pony bekommt also heute eine Eins plus mit Sternchen 🙂

Varianten

Beim nächsten Mal werde ich wohl versuchen ein bisschen mit der Innen- und Aussenstellung zu spielen, um ihn noch mehr im Genick zu lockern.

Vinnie

und nein wir reiten nicht über die Autobahn, sondern drunter durch 🙂

Mit Vinnie war ich im Gelände, er braucht dringend noch ein bisschen mehr Kraft und Kondition. Also habe ich für meinen kleinen Flachlandtiroler eine kleine Berg- und Tal-Strecke ausgesucht. Knapp 7 Kilometer waren wir unterwegs.

Zu Beginn hatten wir wieder die Diskussion: Heisst Schenkeldruck, wirklich vorwärts ? Ja wirklich!!! –  Aber nach den langen Grashalmen am Wegesrand darf ich doch wohl angeln ? Nein, geh vorwärts !!!

Als Working Equitation Horse muss man sich ja auch „schwarzen Stieren“ stellen und da hatte uns der Zufall gleich drei Exemplare an den Reitweg gestellt. Das fand das kleine Pony sehr, sehr aufregend.

Bergrunter ist übrigens nicht wirklich seine Spezialdisziplin. Nach unserem Sturz vor einer Woche bin ich doch etwas vorsichtiger geworden und verlange von ihm, das er langsam und geschlossen den Hügel hinunter kraxelt. Aber das Pony entdeckt aber immer wieder am Hang neue spannende Dinge, die seine Konzentration beanspruchen (wird der Baumstamm uns anfallen, was schimmert da so komisch etc.).

Bergrauf ging es schon wieder besser. 🙂 und er war auch fast gar nicht müde. 😉

… morgen geht es zum Trail Training zu meiner Freundin Monika. Ich bin sehr gespannt, wie Ljosfari sich da anstellen wird. 😀

 


Schlagwörter:
Copyright 2018. All rights reserved.

VeröffentlichtMai 15, 2018 von Sabine in Kategorie "Gelände-Training", "Gymnastik

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.