Juni 7

Noch 86 Tage -Trail Training mit Vinnie

Islandpferd Vinnie versucht sich am Trail Hindernis Tor

Heute war ich noch mal mit Monika zum Trail Training  für den kleinen Vinnie verabredet. Allerdings spielt das Wetter im Mai mal wieder verrückt. Es ist super heiss und die Bremsen jagten unsere Pferde praktisch von der Wiese.

Also habe ich dem Kleinen die Fliegenmaske auf dem Kopf gelassen (das hab ich noch nie gemacht ) aber ich hatte wirklich Mitleid. Die Bremsen waren riesig und super aggressiv. Ausserdem habe ich auch die Ausreiten-Fliegendecke rausgekramt. Ich weiss als echter Islandpferde-Reiter hat man sowas alles nicht, aber ich werde langsam alt und fange an meine Pferde zu verwöhnen. Eingesprüht habe ich ihn natürlich trotzdem noch. Mein Autan lag übrigens zu Hause im Badezimmer. 😉

Erstes Hindernis: die Monstertonne 🙂

So eingehüllt, stampften wir dann die 4 Kilometer zu Monika. Bis die große, blaue Mülltonne kam. Zwar steht auch bei uns auf dem Hof auch so ein Ungetüm, aber da gehört sie ja schließlich zum Inventar.  🙂 Aber so an einer Strasse, ohne Besitzer, da übermannte, das sonst so vorwitzige Pony doch die Panik Er versuchte einen möglichst großen Bogen um das Schreckgespenst zu machen. Das wir bei der „Flucht“ fast in den zugewachsenen Graben gefallen wären –  zählt nicht –  schließlich hat er uns ja vor der Monstertonne gerettet.

Brücke

Lesen Sie weiter

Mai 28

Noch 93 Tage – über eine Plane gehen :-)

Freiarbeit: über eine Plane

Nachdem die Kinder gestern gemütlich ausgeritten sind, ging es dann heute wieder in die Bahn. In  Sachen Rittigkeit gibt es  ja bei meinen Ponys noch viel Luft nach oben. 🙂 Leider hat es bei uns schon lange nicht mehr geregnet und so ist der Reitbahnsand ziemlich tief und staubig und ich musste ein bisschen kreativ vorgehen um die Dressurstunde spannend zu gestalten. Über eine Plane gehen, habe ich diesmal gewählt, weil ja auch die beiden Trailprüfungen auf dem Hestadagar immer näher rücken. Da wird es bestimmt ein paar Gruselschocker für die Ponys geben. Die Plane habe ich genau auf die Mittellinie vor X gelegt.  So üben wir schon einmal gerade reiten auf der Mittellinie, anhalten, grüssen und gerade weiter reiten, vielleicht sogar antölten. Der erste Teil unserer Rittigkeitsprüfung, der wir uns ja auch irgendwie nähern müssen.

Wunderwaffe: Einfache Schlangenlinie

Ausserdem habe ich noch drei Pylonen für eine einfache Schlangenlinie in der Bahn verteilt. Zwei Hütchen standen jeweils in den Ecken und eines genau am Scheitelpunkt der Schlangenlinie. So das ich, wenn die Ecken nicht ganz so gut gelingen noch einmal eine Volte um das Hütchen reiten kann. Die einfache Schlangenlinie hat lange Zeit bei mir ein Schattendasein geführt, aber nach einer Challenge von Dr. Thomas Ritter, weiß ich diese Übung wirklich zu schätzen und für Ljosfari´s festes Genick ist sie eine wahre Wunderwaffe. Dieses fließende Umstellen macht ihn einfach unglaublich locker. Das ist im Schritt super toll, weil man hier auch noch ganz langsam üben kann im Drehsitz Schulter und Hüfte in der jeweils richtigen Konstellation zu drehen, möglichst ohne das Pony umzuschmeissen 🙂 Mit dem richtigen Fokus entsteht, da immer sehr viel Harmonie und auch Ljosfari´s Genick lässt sich so ein wenig lösen. Ganz besonders toll, finde ich die Übung im Tölt, weil sie dort noch mehr fließt. Da wird der Tölt bei Ljosfari immer runder und selbstverständlicher. Ich kann das Pony immer besser mit den Schenkel einrahmen und gerade die schlechte Seite wird immer besser. Ich entwickle daraus auf meinem kleinen Reitplatz immer eine große Acht. Aber das muss ich wohl dann mal aufmalen.

Lesen Sie weiter

Mai 26

noch 95 Tage – wir trainieren für den Dressur-Trail

Heute waren wir beim Therapie und Ausbildungszentrum Brio zu Gast und haben an dem Working Equitation Kurs teilgenommen. Nach einer kurzen Theorie- und Vorstellungsteil ging es dann auch gleich zu den Hindernissen und wir trainierten für den Dressur-Trail.

Vinnie im Dressur-Trail:

Der erste Aufreger des Tages für das Pony war ein unscheinbarer Teppich. Nachdem man todesmutig laut schnorcheln darauf gestiefelt ist, konnte man schließlich sogar drauf stehenbleiben. Rückwärts runter war dann allerdings schwierig, weil das Pony meinte meine Hilfen in Scharren umsetzen zu müssen und dabei der Teppich sich natürlich zu uns einklappte – huch wie konnte das nur passieren. 🙂

Was wieder zeigt, das wir zwar ziemlich viele Spielzeuge zu Hause haben, diese aber leider viel zu wenig einsetzen. Über Planen und Yoga-Matten gehen, habe ich mit Vinnie bisher noch gar nicht geübt, das müssen wir unbedingt ändern.

Auch den Pferch hat er gut gemeistert – trotz monströser gelber Plastikvierecke, die kleinen Ponys das Blut in den Adern gefrieren lassen. Der Paralellslalom war wieder mal zu eng für uns, aber das kennen wir ja schon,. Gerade die Rechtskurven geraten bei uns gerne mal ein bisschen ausser Form. Aber später wir haben es auch im Tölt geschafft.

Lesen Sie weiter

Mai 20

Noch 98 Tage – Wir brauchen mehr Dressur im Trail 😀

Die Bewertungskriterien bei den Working Equitation Trails sind ein bisschen anders, als beim Westerntrail. Bei der Working Equitation unterscheidet man einmal zwischen dem Dressur-Trail, wo es wirklich auf sehr genaues Reiten ankommt und dem Speed-Trail, der wie der Name schon sagt auf Zeit geritten werden muss und wo es 5 Strafsekunden gibt, wenn ein Hindernis nicht richtig bewältigt wurde. Im Westerntrail soll das Pferd möglichst selbstständig arbeiten und zum Beispiel auch vor Betreten der Brücke diese „prüfen“. Beim Working Equitation Trail darf das Pferd beim Betreten von Hindernissen nicht zögern, sondern soll die Hilfen seines Reiters ganz unmittelbar umsetzen.

An dem unmittelbaren Umsetzen meiner Hilfen arbeiten die Ponys und ich gerade 🤪

Heute habe ich ein bisschen Spielzeug in der Bahn abgeladen. Jeweils  2 m vom Hufschlag entfernt hatte ich zwei Stangen auf Höhe der Zirkelpunkte quer gelegt und dahinter mit  1 Meter Abstand eine Geitner Gasse. Auf der einen Seite habe ich noch in einem Meter Abstand eine weitere Gasse quer davor gelegt. So da man diese in beide Richtungen als L nutzen kann.

Vinnie:

Nachdem ich ja gestern behauptet habe kleine Schritte und Versammlung wären nicht so sein Ding, muss ich heute doch Abbitte leisten. Heute war er super konzentriert, super dirigierbar und einfach nur wunderbar. 💖

Lesen Sie weiter

Mai 17

Noch 100 Tage – Einfache Dinge können so schwer sein… Trail-Training

Heute waren wir zum Trail-Training bei meiner Freundin Monika. Sie reitet sehr erfolgreich Horse an Dog-Trail und hatte uns Anfänger ihre Hilfe angeboten. 😀 In unserem Weg stand unsere Lieblingsschreckgespenster:  Brücke,  Tor und ein paar Stangen für die Volltraverale.

Die Brücke sah recht harmlos aus und war für Ljosfari kein Problem. Da konnte man vorwärts-/rückwärts/seitwärts drüber kraxeln.  Mal sehen ob er das, auf dem Turnier in 2 Wochen auch so sieht. 😀

Wir versuchten also unser Glück am Seiltor. Eigentlich ging es ganz gut, nur der letzte Dreh mit der Hinterhand machte uns Probleme.  Irgendwie dachte Ljosfari wohl immer:  Ich bin durch – also fertig. 😀 Wollte ich dann, das er noch weiter mit der Hinterhand rum tritt, wurde er zappelig und ich konnte froh sein, wenn ich das Seil doch noch einhaken konnte. Von links nach rechts ist eindeutig unsere Schokoladenseiten, aber mit ein bisschen Übung ging es auch anders herum. Also Schwierigkeitsstufen erhöhen und Flügel in das Tor einhängen. Monika hat mir verraten, wie man damit hantiert ohne sich den Verschluss in den Bauch zu rammen 😀

Aber wie immer im Pferdetraining sind die Dinge, die wirklich simpel aussehen, die schwierigsten!

Seitwärts über einer Stange….

Lesen Sie weiter