Juni 13

Noch 84 Tage – Zirkel reiten einfacher machen

Nachdem ich ja gestern mit Ljosfari so rumgeeiert bin, habe ich mir natürlich Gedanken wie ich mir das Zirkel reiten einfacher machen kann. Heute war ja Youngster Vinnie an der Reihe und der steht ja mit seiner Ausbildung noch ganz am Anfang. 🙂

Also habe ich mir meinen Nichtnorm-Reitplatz noch mal genau unter die Lupe genommen. Ich habe die Zaunpfosten gezählt und so versucht die Mitte möglichst genau zu eruieren. Da stand dann meine erste Pylone. Die Zweite stellte ich an die Verlängerung an der Hufschlag, und  nun die Mittel von dem Zirkel abgeschritten Hütchen Nummer 3. und dann jeweils auf die Verlängerung der Zirkelmitte an der Hufschlag die Zirkelpunkte. Ich fühlte mich  gut gerüstet. Das nächste Mal muss ich wohl die Punkte mal mit Farbe aufsprühen, das ist dann auch für die Kinder einfacher. Ich hatte die Pylonen so hingestellt das ich zwischen den Pylonen und dem Hufschlag durch musste.

Mit Vinnie in der Bahn fing ich aber erst mal wieder mit meiner Ecken ausreiten Übung an. Ich versuche immer den Tipp von Dr. Thomas Ritter umzusehen, das in dieser gedachten Viertelvolte, das innere Hinterbein des Pferdes nur 3 mal vortreten soll. Ich versuche nun nicht mit dem inneren Schenkel, das Pferd in die Ecke zu drücken, wie ich das viele Jahre praktiziert habe, sondern setze lediglich einen Schenkelimpuls auf das vorgehende innere Hinterbein. Das hat heute super funktioniert. Wir sind ganz oft sehr taktsicher, schön gebogen und elastisch durch die Ecken gekommen. Super Vinnie !!!

Dann haben wir uns mit derselben Strategie an den Zirkel gemacht. Nicht drücken sondern Schenkelimpulse jetzt aber immer wenn das innere Hinterbein vortritt. Außerdem habe ich experimentiert, wie ich am besten meinen Fokus einrichte. Wann muss ich von der Pylone vor mir, auf die übernächste umschwenken, damit das Pferd in einem gleichmäßigen Rhythmus bleibt? Heute passte eine Pferdelänge vor dem Hütchen ganz gut.

Zügelhilfen habe ich eigentlich ziemlich vernachlässigt, sondern nur auf eine feine Verbindung geachtet und das meine Schultern gut gegen meine Hüfte drehen (Drehsitz). Die Linienführung war deutlich besser als Ljosfari gestern und der Takt mit dem ich gestern so gekämpft hatte, war bei Vinnie gar kein Problem. Da er sich im Gegensatz zum Grossen nur sehr selten stresst, ist sein Schritt eigentlich sehr selten übereilt. Zwar schwankt Vinnie (jungpferdemäßig) hin und wieder, aber umso besser mein Fokus und meine Gewichtshilfen funktionieren, um so lenkbarer wird das Pony. Ein ganz wunderbares Gefühl.💚

Zum Ende habe ich noch ein paar kleine Übungen eingebaut, die uns das Manövieren durch den Trailparcour am Sonntag einfacher machen sollen.  An den Pylonen anhalten, rückwärtsrichten und wieder mal seitwärts über eine Stange. Und natürlich konnte ich es mir nicht verkneifen noch mal nach dem Tölt zu schauen. Erst haben wir Tölt/Trab auf dem Zirkel geübt. Mir war die Gangart eigentlich egal, solange er einigermassen die Zirkellinie einhielt.  Auch das hat wirklich für seine Verhältnisse ganz super funktioniert. Ich bin ganz begeistert von dem Kleinen. Zum Schluss habe ich dann noch mal versucht eine Runde aussenrum auf dem Hufschlag zu tölten. Ich habe ihn aus dem Schenkelweichen angetöltet und das Halten der Gangart war auch im tieferen Sand kein Problem – was für ein schöner Abschluss.


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VeröffentlichtJuni 13, 2018 von Sabine in Kategorie "Dressur

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