Juni 2

Noch 87 Tage – Alle Ponys spielen… :-)

Trailhindernis: Rappelsack

… mit dem Klappersack.

Erst habe ich Ljosfari das komische Plastikungeheuer von allen Seiten zu Fuss gezeigt. Er war auch wirklich tapfer und hat den Klappersack gründlich inspiziert. Ich habe schön viel Krach damit gemacht, aber das Pony blieb ganz ruhig.  Zum Reiten habe ich die Plastiktüte samt Inhalt, an einen Zaunpfahl gehängt. Bei jeder Runde kamen wir an dem „Ungeheuer“ vorbei. Wir haben dort immer angehalten. Mal habe ich den Klappersack angehoben, mal mit dem Fuss angekickt. Immer wieder zog Ljosfari scharf Luft ein, blieb dabei aber artig stehen. Als er sich an die Geräusche gewöhnt hatte, habe ich den Klappersack angehoben und erst am nächsten Zaunpfahl wieder aufgehängt. Das Pony ging zwar etwas steifer als sonst, blieb aber super brav. Nach einigen Versuchen konnte ich mit der Tasche auch seine Schulter und seine Kruppe berühren. Er ist so ein mutiges Pony!!!

Nach soviel Anspannung haben wir uns auf das „Zirkeltraining“ konzentriert. Irgendwie hatte ich das Gefühl, das ich so die Anspannung am besten vertreiben konnte. Lockeres traben und anschließend auch galoppieren verbesserten Ljosfaris Laune und  Losgelassenheit und das bei gefühlten 29 Grad.

Wenn wir im Trab auf dem Zirkel sind, reite ich ihn eigentlich immer gerne mit wechselnder Stellung. Gerade auf seiner schlechten Seite lasse ich ihn immer wieder eine viertel/halbe Runde in Aussenstellung gehen, um ihn dann mit der Schenkelhilfe wieder auf seine schlechte Seite zu lotsen.  Das macht ihn sehr schön locker.

Anschließend bin ich verschiedene Seitengänge auf dem Zirkel geritten und schließlich aus einem Schulterherein angetöltet. Dies ging wirklich gut, der Tölt war schön locker und das Wechseln aus dem Zirkel (ein Element unserer Rittigkeitsprüfung) klappte auch super. 🧡🧡🧡

Vinnie

 

Mit seiner Nase war Vinnie ja sehr mutig und hat den Klappersack genau inspiziert. Er wirkte komplett unbeeindruckt von meiner Pony-Thrilleridee. Da konnte man damit scheppern, was das Zeug hielt und die Tüte durfte auch seine Schulter und Kruppe berühren. Wo ist das Problem ???

Unter dem Sattel sah dies ein bisschen anders aus. Lustigerweise ging er auch unter dem Sattel immer Nase voraus auf den Klappersack zu, den ich an den Zaun gehängt hatte. Er braucht einige Volten und Kehrtvolten bis wir uns seitlich nähern konnten und ich die Möglichkeit gehabt hätte,  den bösen Beutel zu erreichen. Ich habe das Plastikmonster mal ganz vorsichtig mit der Gerte angepickt, da herrschte beim Pony schon Alarmbereitschaft. Es scheint für ihn einen großen Unterschied zu machen, ob ich auf dem Boden stehe und ihn beschütze oder ob ich im Sattel sitze. Also bei jedem vorbei reiten – stoppen – notfalls auch noch mal rückwärts richten und in die Tasche knautschen. Nachdem dies ohne „Luft anhalten“ ging, habe ich den Klappersack ein bisschen angehoben, aber wenn der Stoff seine Schulter berührte, hatte ich eine bebende falbfarbene Statur. Zwar ist mir der Gedanken gekommen, abzusteigen und ihm die Sack noch mal gründlich zu zeigen und vielleicht auch noch mehrmals seinen Körper damit zu berühren, damit er mehr Sicherheit bekommt.

Andererseits wollte ich aber gerne wissen, ob wir diese Herausforderung auch vom Sattel aus meistern können. Also haben wir uns die ganze Einheit, ein wenig an meinem Leergut abgearbeitet. 😀 (Nein, es waren keine Glasflaschen drin). Jedesmal anhalten, die ganze Parade klappt jetzt wunderbar auch rückwärtsrichten und seitlich ausrichten funktioniert, nun hervorragend. Am Ende der Stunde konnte ich den großen Beutel anheben und einen Pfosten weiter transportieren. Er ist so mutig. 🙂

Seitwärts über Stangen

Die Stange ca. 2 Meter vor die Ecke gelegt.
Die Stange habe ich so in die Ecke gelegt, das die Bande noch als optische Begrenzung zum Zuge kam.

Aber auch an der Aufgabe „Seitwärts über eine Stange“ haben wir uns noch mal herangewagt. Ich habe kurze 1 m Stangen, die ich auf einer langen Seite verteilt hatte. Die ersten Runden haben wir nur Anhalten an den Stangen geübt, bzw. Rückwärtsrichten, bis die Stange so lag, das wir hätten seitwärts gehen können. Auf der gegebenüberliegenden langen Seite haben wir dann immer seitwärts gehen am Zaun geübt. Damit er diese Übung weiterhin auf dem Schirm hat. Dann haben wir erst vor der Stange seitwärts gehen geübt und dann schließlich über der Stange seitwärts gehen. Es klappte noch nicht 100prozentig, aber das Pony hat ganz fein und sensibel reagiert.

Er ist halt ein Superbaby 🧡🧡🧡

Morgen geht es mit Vinnie zu Monika, mal sehen wie er sich auf dem Trailplatz schlägt. 🙂


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VeröffentlichtJuni 2, 2018 von Sabine in Kategorie "Dressur", "Gymnastik

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