Mai 20

Noch 98 Tage – Wir brauchen mehr Dressur im Trail 😀

Die Bewertungskriterien bei den Working Equitation Trails sind ein bisschen anders, als beim Westerntrail. Bei der Working Equitation unterscheidet man einmal zwischen dem Dressur-Trail, wo es wirklich auf sehr genaues Reiten ankommt und dem Speed-Trail, der wie der Name schon sagt auf Zeit geritten werden muss und wo es 5 Strafsekunden gibt, wenn ein Hindernis nicht richtig bewältigt wurde. Im Westerntrail soll das Pferd möglichst selbstständig arbeiten und zum Beispiel auch vor Betreten der Brücke diese „prüfen“. Beim Working Equitation Trail darf das Pferd beim Betreten von Hindernissen nicht zögern, sondern soll die Hilfen seines Reiters ganz unmittelbar umsetzen.

An dem unmittelbaren Umsetzen meiner Hilfen arbeiten die Ponys und ich gerade 🤪

Heute habe ich ein bisschen Spielzeug in der Bahn abgeladen. Jeweils  2 m vom Hufschlag entfernt hatte ich zwei Stangen auf Höhe der Zirkelpunkte quer gelegt und dahinter mit  1 Meter Abstand eine Geitner Gasse. Auf der einen Seite habe ich noch in einem Meter Abstand eine weitere Gasse quer davor gelegt. So da man diese in beide Richtungen als L nutzen kann.

Vinnie:

Nachdem ich ja gestern behauptet habe kleine Schritte und Versammlung wären nicht so sein Ding, muss ich heute doch Abbitte leisten. Heute war er super konzentriert, super dirigierbar und einfach nur wunderbar. 💖

Wir haben wieder mit dem konzentrierten „Durchreiten der Ecken“ begonnen und das ging wirklich gut. Er hat sehr gut die Paraden angenommen (da kann er nämlich auch manchmal ganz schön auf der Leitung stehen. Nicht so heute. Auf seiner schlechten Seite hat es ihn natürlich deutlich mehr Mühe gekostet und ich musste manchmal die Gerte an die Schulter legen, um ihm die richtige Idee zu geben. Um es ein bisschen schwieriger zu gestalten,  sind wir dann halbe Bahn geritten und haben immer daraus gewechselt, damit er das schöne Gefühl von seiner guten Seite auf die andere Hand mitnehmen konnte.

Anschließend bin ich so abgebogen, das wir gerade durch meine zwei Stangen gehen konnten. Das war ganz schön schwierig, gerade wenn wir über die Mittellinie kamen, weil er dann noch mehr Möglichkeiten hatte, mit der Hinterhand zu schwanken.  🙂

An den Gassen habe ich das Training sehr variabel gehalten:

  • Durchreiten
  • anhalten und weiterreiten
  • anhalten – Rückwärtsrichten
  • mal links/ mal rechts / mal rückwärts raus aus dem L

Ich habe versucht möglichst viel über den Sitz zu reiten. Vinnie war wirklich sehr konzentriert bei der Sache. Immer neue Herausforderungen scheinen auch die Ponyköpfe zu inspirieren.

Als goldenen Abschluss habe ich dann noch ein Volltraversale am Zaun lang probiert und er hat das zu beiden Seiten sehr gut gemacht.

Ljosfari:

Bei Ljosfari habe ich auch mit den Ecken angefangen und habe weil er ja im Genick gerade auf der linken Seite immer so zu macht, angefangen mit Innen- und Aussenstellung zu spielen. Also jeweils in den Ecken Innenstellung und dann immer auf den langen Seiten vorsichtig in die Aussenstellung ummanövriert und dann vor der Ecke wieder zurück in die Innenstellung –  immer ganz weich und rund.

So konnte ich ihn relativ schnell lösen. Die ganzen Paraden waren oft der Störfaktor und ich habe ein bisschen Ursachenforschung betrieben: Wann bekomme ich eine gute ganze Parade ? Ich habe versucht nur über den Sitz anzuhalten, das klappt auch sehr gut, er reagiert super schnell, aber hält halt mit hohem Kopf. Die besten Ergebnisse hatte ich, mit einer feinen Zügelverbindung und wirklich minimalen Anspielen mit der Hand und meine Knie ein bisschen ans Pferd drücken. Das wird wohl noch ein langer Weg. 🙂

Immer wieder habe ich meine Hindernisse eingebaut, einfach durchreiten, man merkte nämlich deutlich die Erwartungshaltung des Ponys, da müssen wir bestimmt wieder dieses oder jenes machen, also ging es immer wieder durch mal geradeaus, mal links mal rechts abgebogen, mal angehalten mal ein paar Schritte rückwärts immer ganz variabel. Dann bin ich durch die offene Gasse auch getrabt, immer mit einer möglichst geraden Ausrichtung (gar nicht so einfach) und dann bin  ich beim Verlassen der Gassen angaloppiert. Ich hätte ja gedacht, das Ljosfari dabei anfängt sich aufzuregen, aber nichts ruhiges Angaloppieren, ruhiges Zurücknehmen – manchmal ist das Pony mir unheimlich. ….



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VeröffentlichtMai 20, 2018 von Sabine in Kategorie "Dressur", "Trail

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